Schule · 19.10.2026
Märchen im Unterricht: Erzählstunde oder Workshop?
Märchen gehören zum Deutschunterricht. Ob sie im Klassenzimmer lebendig werden, hängt davon ab, wie sie erzählt werden.

Zwei Formate, zwei Ziele
- Erzählstunde. Die Klasse hört frei erzählte Märchen. Märchengestalten erscheinen vor dem inneren Auge, ganz ohne Bildschirm, nur mit Sprache und Fantasie. Sie passt als Abschluss oder Auftakt einer Unterrichtseinheit.
- Workshop. Die Schülerinnen und Schüler lernen den Beruf der Märchenerzählerin kennen und probieren freies Erzählen im Klassenverband selbst aus. Dabei werden auch alte Wörter neu erlebt.
Beide Formate sind für Grundschulen, weiterführende Schulen und Hochschulen buchbar. Alle Details stehen auf der Seite Märchen-Workshops und Erzählstunden.
Ein Kulturgut mit Weltrang
Die Handexemplare der „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm gehören seit 2005 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe („Memory of the World“). Die Brüder Grimm haben darin handschriftlich Korrekturen und Ergänzungen eingetragen. Märchen im Unterricht zu erzählen heißt also, an eine lange lebendige Überlieferung anzuknüpfen.
Warum Märchen für Kinder wichtig sein können
Der Kinderpsychologe Bruno Bettelheim hat seinem Buch über die Bedeutung von Märchen den Titel „Kinder brauchen Märchen“ gegeben. Xenia Busam zitiert ihn auf ihrer Seite. Ob man seine Deutung teilt oder nicht: Eine Erzählstunde gibt Kindern Gelegenheit, Sprache als Erlebnis zu hören.
Quellen
- GRIMMWELT Kassel: Pressemitteilung 20 Jahre UNESCO-Welterbe (Grimm-Handexemplare, Memory of the World 2005)
- Bruno Bettelheim: Kinder brauchen Märchen (Buch, Klett-Cotta)
Fragen und Antworten
Wie bereite ich meine Klasse vor?
Xenia Busam stimmt die Stunde auf Ihre Unterrichtseinheit, Ihre Klassenstufe und Ihre Wünsche ab. Melden Sie sich einfach mit Ihrem Anliegen.
Werden Märchen vorgelesen?
Nein, sie werden frei erzählt, ohne Buch.